Kunst in der Kirche Drucken

 

Von der Südkirche zur Christuskirche

 

Kunst und Kirche

 

 

1991 - vor 12 Jahren öffneten sich 5  evangelische Heilbronner Kirchen für die Kunst, darunter auch die Christuskirche. Für 6 Wochen hatten diese Kirchen die Chance, sich zu verändern, sich räumlich und inhaltlich neuen Blicken, neuen Gedanken zu stellen. Mit diesem Ausstellungsexperiment gründete sich auch gleichzeitig der Verein "Kunst und Kirche". Er setzte sich zum Ziel, an die frühchristliche Tradition anzuknüpfen: die Kirche als Auftraggeberin zeitgenössischer Kunst zu sehen. Damals schmückten Freskenmalerei, Bilder mit biblischen Geschichten die Kirchenräume. Heute hochgeschätzte Kunstwerke, damals oft umstritten.

Kunst

Der Kirchengemeinderat der Christuskirche hat sich im Jahr 2002 zum dritten mal der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst gestellt, indem er der Installation "2002 Kreuze -Schattenfeld" von Markus Daum zustimmte. Die unterschiedlichen Deutungen der Kreuzinstallation forderten zu einer inhaltsreichen Auseinandersetzung heraus. Die extra einberufene Gesprächsrunde über einen eventuellen Ankauf dieser Installation ist mir noch sehr in Erinnerung : ein fruchtbarer Gedankenaustausch. Paul Klee hat einmal gesagt: "Die Kunst hat die Aufgabe, Unsichtbares sichtbar zu machen". Ja, die Kunst von Markus Daum hat aufgerüttelt, aufgewühlt, hat vieles sichtbar gemacht.

 

In der Christuskirche hat 1991 Erika Enders den Gedanke "offene Kirche für die Kunst" verwirklicht mit ihrer Wandzeichnung "Gewebe des Lebens..". Auch sie nutzte die große Chorwand mit der ruhenden Kreuzigungsgruppe in der Mitte als Triptychon. Die alles umfassenden, netzartigen Kohlestriche hatten ihre eigene Sprache.

 

4 Jahre später stellten sich Eberhard Eckerle und Michael Kilburg der Auseinandersetzung mit der Christuskirche unter dem Thema "Menschwerdung-Menschgefährdung“. Eckerles Tierskulpturen aus Eisen und Gummi standen im Altarraum, Kilburgs unendlich viele, schwarze Strichmännchen an der Altarwand ließen sich von den tröstenden Armen Jesu aus der Kreuzigungsgruppe mit hinein nehmen.

 

Für mich bleibt Kirche ein Ort der Verkündigung des Wortes Gottes, ein Ort, der Vielen und Vielem Raum bietet, ein Ort, der Verbundenen und Fremden Heimat bietet, Kirche ein Ort, der Leben schafft.

 

Christel Pfeiffer, Kirchengemeinderätin seit 1989

 

gewählte Vorsitzende seit 2000

 

 

 

Zum Jubiläumsjahr "50 Jahre Christuskirche" fertigte der Künstler Peter Riek diese "Eisenzeichnung Krone" als temporäre Installation.

Bis zum Ende des Jahres wurden immer mehr Stimmen laut, die "Krone" müsse unbedingt bleiben. Deshalb hat der Kirchengemeinderat beschlossen, dass mit genügend Spenden die "Krone" von Peter Riek als Erinnerung an das Jubiläumjahr dauerhaft bleiben soll. Wir freuen uns auch auf Ihre Spende! KontoNr. 130004, KSK Heilbronn, BLZ 620 500 00, Stichwort "Krone"