Orgel der Christuskirche

Orgel

Erbaut wurde die Orgel der Christuskirche im Jahr 1965 von der Orgelbaufirma Rensch aus dem nahen Lauffen. Firmenchef Richard Rensch, selbst langjähriger Kantor der Kirchengemeinde Lauffen, entwarf die Orgel mit 32 klingenden Registern, die sich auf drei Manualen und Pedal verteilen.

Gebaut wurde das Instrument als Schleifladenorgel mit mechanischen Spiel- und Registertrakturen und einer von Richard Rensch selbst konstruierten mechanischen Setzerfunktion.

Leider zeigte sich das Instrument in 2012 mit sehr starken Abnutzungserscheinungen im technischen Bereich des Spieltisches, dessen Substanz daher nach fast 50 Jahren als verbraucht angesehen werden musste. Symptome davon waren eine sehr schwergängige und zähe Spielart der ganzen Orgel, sowie verkantete Mechanikteile, die sich durch immer wiederkehrende Dauertöne bemerkbar machten.

 

Im Jahr 2012 wurden daher durch KMD Burkhart Goethe als zuständigem Orgelsachverständigen und der Südgemeinde die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Orgel geplant.
Im Herbst 2012 konnten die Arbeiten an die Orgelmanufaktur Gebrüder Link aus Giengen vergeben werden. Arbeiten am Klang der Orgel lagen in den Händen von Orgelbaumeister Tilman Trefz aus Stuttgart. Die Ausführung erfolgte zwischen Januar und März 2013.

 

Der Spieltisch wurde anders konstruiert und mit günstigeren Hebelverhältnissen aus langlebigen und beständigen Materialien neu gebaut. Ebenso wurde die Orgel ausgereinigt, alles neu abgedichtet und reguliert, die mechanischen Registereinschaltungen erfuhren dabei eine konstruktive Umarbeitung durch Änderung der Hebelverhältnisse. Dadurch sind auch diese nun leichter zu betätigen.

Auch erhielten die sieben Blasebälge der Windversorgung zur besseren Regulierung des Luftverbrauches eine neue Bespannung aus beständigem und flexiblem Schafsleder.

Der raumfüllende, kräftig-helle Klang der Orgel wurde in den Grundregistern wie Flöten- und Zungenstimmen charmanter und charaktervoller gestaltet. Als zusätzlicher Schritt wurde außerdem ein weiteres Grundstimmenregister in Form eines klar zeichnenden und färbenden barocken Streicherregisters im Hauptwerk eingebaut.

Leichtgängigkeit und eine präzise Spielart ganz auf mechanischem Wege zeichnet seitdem die generalüberholte und sanierte Orgel aus. Zudem wurde durch die Nachintonation und das neu eingebaute Register die klanglichen Möglichkeiten der Orgel hörbar verbessert und um eine bisher noch nicht dagewesene Klangebene erweitert.